Weichen stellen- ist Bloggen der neue Jakobsweg?

Weichen stellen- ist Bloggen der neue Jakobsweg?

Wir schreiben heute den 7.1.2018. Ich werde dieses Jahr 37 und auch sonst liegt einiges im Argen. Morgen beginnt wieder der Alltag und daher habe ich heute die Gelegenheit genutzt, das Kokettier und mich bei einem ausgiebigen Sonntagsspaziergang durchzulüften. Das Kokettier schläft und ich grüble…

Kokettier, groggy vom Spaziergang …

 

2 Wochen Urlaub liegen hinter mir.

2 Wochen, die nicht durchweg entspannend und erholsam waren wie man es vielleicht von Urlaub erwartet, wie auch ich es erwartet habe, aber die Weichen gestellt haben.

Weichen dafür, wie ich zukünftig agieren möchte und wie nicht.

Weichen für spannende Projekte mit tollen Menschen, auf die ich mich freue.

Weichen, die mir gezeigt haben, auf wen ich mich verlassen kann, wer mir wichtig ist und dass ich richtig gute Freunde habe, für die ich dankbar bin, weil solche Freunde nicht selbstverständlich sind.

Und ich habe Dinge  über mich erfahren.

Was ich kann, was mir wichtig ist und womit ich nicht zurecht komme.

Wer, wenn nicht ich, hat die Fäden meines Lebens in der Hand oder wer, etwas profaner, ist der Busfahrer meines Lebens, wenn nicht ich?

Und  lustigerweise spielt der Blog nach wie vor eine wichtige Rolle bei dem Prozess. Er lässt mich intensiver nachdenken, Gedanken verschriftlichen, zeigt mir Grenzen dessen auf, was ich aufschreiben möchte und lässt mich viel über mich lernen. 

Daher möchte ich den Blog 2018 neu angehen.

Ich will ihn so strukturieren, dass er Sinn macht, dass diejenigen, die Freude daran haben, auf ihre Kosten kommen, dass er aber auch Raum für Flexibilität bietet. Ich freue mich deshalb über Anregungen und Feedback in Form von Kommentaren. Was gefällt, was würde fehlen, wenn ich es wegließe, was wünschen sich meine Leser?

Während ich, bevor ich mit dem Blog begonnen habe, keinerlei Blogs gelesen habe (ziemlich dämlich vermutlich), schaue ich mich nun bewusst um, und was ich sehe, sind professionell aufgezogene Seiten von Vollzeitbloggern, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, zu unterhalten, zu informieren, zu empfehlen und es sich keineswegs erlauben können, lockerzulassen, weil ihre Aufgabe darin besteht, interessant zu sein und zu bleiben.

Zwei Lieblingsblogs

nachgestern ist vormorgen von der Münchnerin Esra Eren und Zukkermädchen von Franziska Albrecht aus Erfurt sind zwei Blogs, die einem das Gefühl geben, dass Bloggen auch Tiefgang haben kann, dass Authentizität eine Rolle spielt, aber auch, dass das Bloggen eine Möglichkeit sein könnte, sein Leben zu strukturieren und auf Hochglanz zu bringen, weil man Vielem eine neue Bedeutung zumisst.

Warum ist Bloggen Lebenshilfe?

Weil alles qualitativ hochwertig fotografiert und inszeniert, mit den passenden Filtern versehen und liebevoll präsentiert einfach schöner ist, weil durch die Kameralinse alles einen Bedeutungszuwachs erfährt und weil, was einem wichtig ist, einfach mehr Aufmerksamkeit erhält.
Sollte es tatsächlich so sein, dass Bloggen es einem erlaubt, sich mit dem zu beschäftigen, was einem am Herzen liegt und das eigene Leben dabei ein Makeover erhält, weil es in den Mittelpunkt rückt? Dass Bloggen einem die Freiheit gibt, den Fokus auf sich selbst zu richten, mehr Zeit in sich selbst zu investieren? Macht Bloggen das Leben schöner?

Oder ist das eine Illusion und nicht alles Gold, was glänzt?

… vielleicht liest man sich wieder …
 

5 Replies to “Weichen stellen- ist Bloggen der neue Jakobsweg?”

  1. Ob es der neue Jakobsweg ist, wage ich zu bezweifeln.
    Der vergossene Schweiss, der Gewichtsverlust und die Blasen an den Füßen sind auf jeden Fall geringer ! 😏

  2. Das ist so lieb von dir und ehrt mich wirklich sehr, dass du meinen Blog als Vorbild siehst! <3 Ich habe auch sehr viel dazugelernt, aber eher durch das Bloggen als Beruf, als durch den Blog selbst. Obwohl ich natürlich auch hin und wieder meine Erlebnisse in Blogposts verarbeite, z. B. wenn ich einen Streit oder eine heftige Diskussion hatte und mich das Thema weiterhin beschäftigt. In diesen Fällen hilft es, sich damit noch tiefer auseinanderzusetzen und ein fertiger Blogpost trägt auf jeden Fall viel dazu bei, dass das Thema abgeschlossen werden kann oder zumindest der nötige Abstand dazu gewonnen werden kann.
    Ich wünsche dir ein gutes Jahr 2018! <3
    lg
    Esra

    1. Liebe Esra, wie schön, dass Du die Zeit für einen Kommentar gefunden hast, das freut mich sehr. Auch Dir ein gutes und erfolgreiches20118! Liebe Grüße, Carolin

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