Ich packe meinen Koffer – Die ideale Reisegarderobe

Ich packe meinen Koffer – Die ideale Reisegarderobe

Schön, so ein Sonntag, wenn man keine Verpflichtungen hat und einfach ganz hemmungslos entspannen kann.

Früher mochte ich den Sonntag nicht besonders, ich weiß eigentlich gar nicht mehr, wieso. Vielleicht, weil ich die Feiertagsatmosphäre als Zwang zum Nichtstun empfunden habe, verdammt dazu, zu entspannen! Heute schätze ich den Sonntag, um die Akkus aufzuladen. Ausschlafen, solange man möchte, spazierengehen, lesen, Füße hochlegen und lecker essen. Was will man mehr?!

Das Kokettier und ich beim Sonntagsspaziergang

Eigentlich möchte ich aber nicht vom Faulenzen schwärmen, sondern mich herzlich für das Feedback zu meinen Fragen bedanken. Ich habemich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut, die mich auf unterschiedlichen Kanälen erreicht haben. Und zu unterschiedlichen Themen.

Hier die zwei meistgenannten  Feedbacks:

  1. Ein Tag, an dem ich schreibe, an dem man weiß, dass es einen neuen Beitrag gibt: Vielleicht ist Sonntag ja eine gute Idee?
  2. die Outfits of the day scheinen gut anzukommen, was mich sehr freut, und es scheint Nachfrage nach mehr zu geben. Also wird sich mein heutiger Beitrag auch um Klamotten drehen…

Ich habe heute mal wieder Koffer gepackt. Einige dienstliche Termine warten auf mich. Und ich habe festgestellt, dass beim Kofferpacken bei mir das zum Tragen kommt, was andere (Blogger) als „Capsule Closet“ oder „Minimalismus im Kleiderschrank“ bezeichnen. Mir geht es beim Reisen darum, dass das Gepäck halbwegs leicht bleibt. Es muss in die Reisetasche passen, es muss im wahrsten Sinne des Wortes tragbar bleiben und  …

…in letzter Instanz limitierend ist mein Kofferraum.

Ich hätte eigentlich zwei, aber einer davon ist stets mit dem belegt, was ich generell benötige, um mein Auto und etwaige Kontrolleure bei Laune zu halten (Erste-Hilfe-Set, Warndreieck, Warnweste, Werkzeug, Notrad, Scheibenwischwasser) und seit meinem lezten ADAC-Ruf sind auch noch eine Decke und eine dicke Jacke am Start. Es ist nämlich nicht witzig, 1,5 Stunden bei 5 Grad in Ballerinas, Feinstrumpfhose und kurzärmligem Kleid plus 3/4 Arm Jäckchen hinter der Leitplanke zu warten. Schon allein, was feuchtes Gras in dieser Zeit mit den Ledersohlen anrichtet…

Und für alle Hundebesitzer: Hunde dürfen, entsprechend den Reglements des ADAC, nur in Transportkiste oder -korb im Abschleppfahrzeug mitgenommen werden.

Aber nun zurück zur Reisegarderobe.

Wie gehe ich vor?

Eigentlich wie immer, wenn ich Outfits zusammenstelle.

  1. Welcher Anlass? Die Antwort lautet: Montag – casual; Dienstag – beruflich, aber draußen und sehr kalt; Mittwoch – beruflich, eher offiziell.
  2. Mit einer kleinen Herausforderung, die reisespezifisch und gerade im Winter nicht zu unterschätzen ist : Im Idealfall passen ALLE Outfits zu EINEM Mantel/einer Jacke: bordeauxfarbene Steppjacke und zu EINER Schuh-Tasche-Gürtel-Kombi: schwarze Stiefel, schwarze Tasche mit Gold, schwarzer Gürtel mit Gold und da die Stiefel nicht schick genug sind, für Mittwoch ein Paar Pumps.
  3. Ich achte darauf, dass jedes Outfit einen durchgängigen Metallton hat, der sich in allen Accessoires wiederfindet. Ein Blazer mit Goldknöpfen zu einer  Tasche mit Silberbeschlägen oder einem Gürtel mit Silberschnallen zu Goldschmuck? Für mich ein No-Go.
  4. Es ist schon einmal klar, dass alle Outfits mit den vorgegebenen Bestandteilen kombinierbar sein müssen. Das heißt, es gilt, sich in einer Farbwelt zu bewegen. Besonders dankbar sind hier  Basictöne wie schwarz, dunkelblau, Grau-, Beige- und Brauntöne. Immer gut: Jeans in Kombination mit unterschiedlichen Oberteilen und einem Blazer. Um Akzente zu setzen, eignen sich  am besten die Oberteile, da Jeans und Blazer durchaus auch die Basis für mehrere Outfis darstellen können. Ich habe zwei Jeans (taupe und schwarz, einen Blazer (schwarz), einen dünnen Rolli (taupe) und einen dicken Pulli (cognac), ein Strickkleid (schwarz) und eine dazu passende Jacke (schwarz) sowie eine schicke gemusterte Strumpfhose und eine Ersatzstrumpfhose dabei.
  5. Bei allen Teilen ist es wichtig, dass  sie reisekompatibel sind, sprich, nicht extrem knittern oder fusseln. Trotzdem am besten immer eine Kleiderbürste oder -rolle dabeihaben. Ich schwöre auf die Kleberollen, in Notfällen funktioniert auch mal Paketband.
  6. Aufpeppen kann man das Ganze mit Accessoires, ich bevorzuge hier Schals und Halstücher, es funktioniert aber auch opulenter Schmuck. Ich habe mich für zwei Pavlov Posad Halstücher  entschieden, die beide sowohl zu den Outfits, als auch zu der Jacke passen (schwarz-gemustert und bordeaux-gemustert).
  7. Zu jedem Outfit gehören, neben den auf Anhieb sichtbaren Kleidungsstücken, Unterwäsche, Unterziehhemden (T-Shirts,Long-Sleeves oder Tops) und Strümpfe/Socken. Ich achte hier  durchaus auf farbliche Harmonie und zudem ist wichtig, wie dick die Strümpfe in den Schuhen sein dürfen und welche Unterwäscheformen zu den Outfits passen.
  8. Das i-Tüpfelchen sind Uhr, Sonnenbrille, Schmuck und Parfum, die passend zu den Outfits, den Anlässen, der Stimmung und der Jahreszeit ausgesucht werden.
  9. Im Winter noch zu beachten: Mütze oder Hut und Handschuhe, die den Rest farblich und stilistisch ergänzen.
  10. Und natürlich muss ich immer etwas Passendes für das Kokettier einpacken: Halsband, Leine und bei kalten  Temperaturen Mantel und/oder Pulli und Schal.

All jene, die bislang nicht verstehen konnten, warum Koffer packen bei mir immer ein Staatsakt ist, ewig dauert (meist bis tief in die Nacht) und mir grundsätzlich Schweißperlen auf die Stirn treibt, können es vielleicht nun ein bisschen nachvollziehen: Kofferpacken will wohlüberlegt sein!

Et voila, die Fotos der Outfits folgen auf Facebook und Instagram – @das_kokettier – und nun fordert das Kokettier höchstpersönlich seinen Tribut in Form von Aufmerksamkeit… das arme Ding… völlig vernachlässigt…

Ein seltsames Wesen, dieses Kokettier, aber man will es nicht missen…

Einen schönen Sonntagabend noch…

…vielleicht liest man sich wieder…

 

 

 

 

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