Nicht ohne meine Sonnenbrille

Nicht ohne meine Sonnenbrille

In einem meiner letzten Beiträge sprach ich von den Augenbrauen als Rahmen des Gesichts. Die Feststellung ist auch nach wie vor richtig, aber für mich gibt es noch einen anderen Rahmen, der sogar den der Augenbrauen (beispielsweise im Falle einer gescheiterten Rahmenbehandlung)  zumindest zeitweise hinlänglich ersetzen kann: Die Sonnenbrille.

Da hier nach all‘ den diesigen, grauen Tagen gerade mal wieder die Sonne hervorblitzt und ich mich nachher seit langem mal wieder mit Sonnenbrille hinters Lenkrad setze (das Dach bleibt noch zu, keine Sorge), möchte ich mich, quasi zum Start in ein hoffentlich sonniges Wochenende, diesem Accessoire widmen.

Meine geliebte Ray Ban aus Meran. Ich finde dieses Modell nicht mehr, kann mir jemand helfen?

Kein anderes Accessoire verbindet so viele positive Eigenschaften, vereint so viele Mehrwerte auf so kleinem Raum.

  • Die Sonnenbrille schützt, das ist ihre ureigenste Aufgabe, die Augen vor Sonnenlicht. Dabei geht es einerseits um den Schutz vor solarer UV-Belastung und andererseits um den Schutz vor Blendung. Ersterer ist mittel- und langfristig für die Erhaltung der Augengesundheit wichtig, letzterer kurzfristig, teilweise geht es um Sekundenbruchteile, insbesondere im Straßenverkehr.
  • Sie schützt außerdem, beispielsweise beim Cabrio fahren, vor umherfliegenden Staub- oder Schmutzpartikeln.
  • Eine Sonnenbrille ist, und das ist vermutlich ihre wichtigste Funktion, ein modisches Accessoire, das ein Outfit abrundet, den persönlichen Stil unterstreicht. Sie kann sportlich, lässig, zickig oder sophisticated wirken, kann als Stilzitat, Stilmittel oder Augenzwinkern fungieren.
  • Sonnenbrillen sind im wahrsten Sinne des Wortes Eyecatcher. Blickfang oder Blickschutz oder beides gleichermaßen. Sie schirmen vor fremden Einsichten und Blicken ab und verbergen die eigenen.
  • Und natürlich werden Sonnenbrillen gerne als Statussymbol genutzt, nicht umsonst sind viele Modelle weithin sichtbar gelabelt.
Die neueste Errungenschaft von Alexander Mc Queen

Warum gehören Sonnenbrillen für mich einfach dazu?

Für mich sind Sonnenbrillen als Accessoire enorm wichtig. Erstens habe ich recht lichtempfindliche Augen, weshalb ich stets eine Sonnenbrille dabei habe. Zweitens gehören Sonnenbrillen als i-Tüpfelchen einfach dazu. Sie werten ein Outfit auf, runden es  stilistisch ab. Retro-Outfits können modernisiert oder perfektioniert werden. Sehr elegante Outfits erhalten einen Hauch Ironie, ein lässiges Outfit hingegen bekommt einen Touch Glamour. Man kann Starappeal versprühen oder Understatement. Bei der Auswahl spielen Farbe, Metall der Beschläge, Form und Stil eine Rolle, Referenz ist immer das jeweilige Outfit.

Ich muss übrigens gestehen, während ich bei Mode im Allgemeinen labelunabhängig einkaufe, bin ich bei Sonnenbrillen eher wählerisch und ziemlich markenaffin. Bestimmte Marken finde ich attraktiv, andere weniger. Marken, die ich nicht kenne, müssen mit hervorragendem Design überzeugen oder genau die Farbe haben, die ich gerade suche und no names habe ich inzwischen komplett ausgeschlossen. Mir geht es dabei weniger darum, aller Welt mit riesigen Logos zu zeigen, wie teuer meine Brille war, sondern vielmehr um die Markenwerte. Es ist eine Mischung aus unterschiedlichen Überlegungen: Qualitätssicherung,  Stilstatement und ja, auch Prestige. Mit einer Sonnenbrille kauft man sich ein kleines, aber maximal plakatives Stück Markenflair, das, so mag man meinen, sich auf das komplette Outfit überträgt und es damit adelt.

Mit dem Kokettier und einer anderen Ray Ban im Straßencafé

Wie und wo finde ich die richtige Sonnenbrille?

Welche Sonnenbrille die richtige ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, von dem Nutzen, den ich mir von ihr verspreche, der Aussage, die ich mit ihr treffen möchte, von meinem persönlichen Stil, meiner Gesichtsform und dem Budget, das ich diesem Accessoire einzuräumen bereit bin. Wer gar keine Idee hat, was ihm stehen könnte, kann sich bei einem guten Optiker beraten lassen. Die haben meist ein gutes Händchen für die passende Form. Ansonsten empfehle ich, einfach unterschiedliche Modelle anzuprobieren, hier ist auch der Spaßfaktor nicht zu unterschätzen.

Ich kaufe meine Sonnenbrillen ausschließlich in Outlets. Da meine Auswahl ohnehin immer auf ähnliche Modelle (groß, eher rund, eher breiter Rand, eher klassische Farben) hinausläuft und ich in Sachen Sonnenbrille relativ wenig trendanfällig bin, lässt sich hier eine Menge Geld sparen. Zudem kann man in aller Ruhe durchprobieren. Die schönsten Modelle mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis findet man bei Saks OFF 5th oder in großen, gut sortierten Tk maxx Filialen (beispielsweise in München).

Eine Fossil Sonnenbrille, die ich schon ewig habe – graue Brillen sind recht schwierig zu finden.

Gibt es ein Sonnenbrillen No Go?

Ach ja, so sehr ich Sonnenbrillen mag – aus meiner Sicht gehören sie nach Dämmerungsanbruch in die Handtasche und in geschlossenen Räumen maximal in die Stirn geschoben und auch das nur, solange es draußen gleißend hell ist. In Clubs oder bei Nacht finde ich sie deplaziert und ziemlich lächerlich. Sunglasses at night klingen besser als sie aussehen.

… vielleicht liest man sich wieder …

 

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