Kleine Momente von Glück

Kleine Momente von Glück

Glück ist ja, darüber herrscht Einigkeit, etwas Erstrebenswertes.

Glück ist einerseits Glück im Spiel oder in der Liebe – schön übrigens , dass das gleichgesetzt wird, darüber sollte man mal nachdenken. Frei nach dem Motto: „Männer sind wie Roulette, entweder man sieht rot oder schwarz.“ In jedem Fall ist (in beiden Fällen) Glück das Gegenteil von Pech. Und in Wahrheit ist alles Wahrscheinlichkeitsrechnung. Auch nicht gerade sexy.

Glück ist andererseits dieses Glück, das einen quietschen und juchzen lässt, wenn man im offenen Cabrio durch einen Sommerwald fährt oder dem Sonnenuntergang entgegen oder durch eine herbstliche Landschaft oder… Es gibt natürlich auch Glück jenseits des Cabrios, beispielsweise, wenn man im Roulette gewonnnen hat, würde das vermutlich ein Glücksgefühl auslösen.

Typisch für das Glück ist, dass es in kleinen Dosen auftritt, nicht umsonst spricht man von Glücksmomenten – nicht gerade die größte Zeiteinheit – „ein Moment“. Auch eine Glückssträhne ist, vielleicht hängt das vom Haartyp ab, aber nach meinem Verständnis, eher dünn.

Summa summarum ist Glück eine feine Sache, aber wie, viele feine Sachen, auch nicht in beliebiger Menge verfügbar.

Noch schlimmer, in der Regel muss man für sein Glück etwas tun.

Folgende Dinge helfen hier:

  1. Wachsam sein. Manchmal ist so ein Glücksmoment ganz klein und kann trotzdem das Herz kichern lassen, vorausgesetzt, man nimmt ihn wahr.
  2. Wahrnehmen. Ich bin sicher, man verpasst viel Glück, weil man es einfach nicht wahrnimmt. Wie schade!
  3. Innehalten. Erst dann merkt man nämlich, ob man wirklich glücklich ist oder nicht.
  4. Bewusstmachen. Wie schade wäre es, so einen Glücksmoment unbeachtet verstreichen zu lassen.
  5. Auskosten. Wenn man bemerkt hat, jetzt ist man gerade glücklich, heißt es dranzubleiben, wenn möglich, den Moment auszudehnen.
  6. Genießen. Das ist wie auskosten, nur passiver. In sich reinfühlen und spüren, wie schön sich auch kleines Glück (mehr Sonnenuntergang, weniger Lottogewinn) anfühlen kann.
  7. Dankbar sein. Sich ab und zu an solche Momente zu erinnern und ihnen nachzuspüren ist eine gute Basis für den nächsten Glücksmoment.

Hier also mein Glücksmomente-Tagebuch für heute.

Glück ist…

  1. superschönes Herbstwetter auf der Fahrt ins Büro. Sonnenbrille auf, Dach lieber zu lassen und einfach am Licht und den Farben erfreuen.
  2. zu entdecken, dass es auch für wenig Geld schicke Netbooks gibt, zumindest für Menschen wie mich, die nicht willens sind, viel Geld für Technik auszugeben und denen viele Features schlicht und ergreifend unwichtig sind.
  3. festzustellen, dass es in der Cyber Week besonders tolle Angebote, und das nicht nur für Netbooks, gibt. Kleiner Dämpfer: in der Arbeitszeit nicht nutzbar und außerdem kommt das Beste erst morgen – BLACK FRIDAY. Nun muss ich mit dem Bestellen des schicken schlichten bis schlechten Netbooks warten, bis ich ausschließen kann, dass es morgen noch günstiger geworden wäre (was ist das eigentlich für eine Zeitform? Futur III – Konjunktiv IV???)
  4. mit den Kollegen zu basteln – klingt vielleicht komisch, war aber sowas von schön. Ich bastel einfach gerne… Den Termin hatte eine Kollegin organisiert, die sich richtig Mühe gegeben hat und so etwas merkt man eben. Gar nicht gemerkt hat man hingegen wie die Zeit verfliegt, während man etwas schafft. Gebastelt wurden Holzengel und Holzanhänger. Erst roch es nach Holz, dann nach Heißkleber, irgendwann dann nach Glühwein.

    Glück beim Basteln
    Holzengel basteln mit Kollegen
  5. ein tolles Telefonat mit jemandem zu führen, den man auf Anhieb sympathisch findet. Positives Feedback bekommen Frauenpower erleben, spüren, was Begeisterung für eine Sache mit Menschen macht, eine Menge erfahren, lachen und lernen und dann zufrieden auflegen.
  6. eigentlich keinen Blogbeitrag schreiben zu wollen, sich dann aber doch hinsetzen.
  7. das Kokettier glücklich zu machen, weil es das einzige Kokettier mit eigenen Weihnachtsanhängern ist.
Glück Kokettier
Weihnachtsanhänger mit Weihnachtskokettier

…vielleicht liest man sich wieder …

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