Lob für ein unterschätztes Laub – KISUU

Lob für ein unterschätztes Laub – KISUU

7Das Schreiben eines Blogs, so dachte ich bei mir, muss eine richtig feine Sache sein, wenn man wie ich, süchtig nach Innovationen ist. Nein, ich rede nicht von apple & Co. – Uhren, die mich anrufen oder auf einen Anruf hinweisen, finde ich eher seltsam. Mein Fernseher ist 6 Jahre alt, mein defekter CD-Player hat Kassettendecks und ein Handy muss auch nicht allzuviel können, um Gnade vor meinen Augen zu finden. Naja, eine zuverlässig funktionierende Kamera ohne voreingestellten „Weinkeller mit Staub und toten Tieren“ Filter wäre nett ich sage nur, lass Dein Handy nicht fallen, nur weil Deine Uhr gerade anruft oder Dein Kokettier um Aufmerksamkeit buhlt …

Mein Enthusiasmus ist im Lebensmittelbereich daheim. Neue Gummibärchensorte – her damit! Sortimentsergänzung Schokoriegel – muss sofort getestet werden! Limited Edition, Eis des Jahres, Sorte des Monats, Keks des Tages – meins, meins, meins! Und ganz besonders gefährlich: nur für kurze Zeit …

Vermutlich werden hier ähnliche Belohnungszentren aktiviert wie bei einer Speise- oder Cocktailkarte – ich liebe Degustationsmenüs und Tastings. Entscheiden fällt mir nur dann leicht, wenn es keine echten Alternativen gibt, denn ich hasse es, etwas zu verpassen.

Langer Rede, kurzer Sinn.

Kürzlich stieß ich durch Zufall auf ein neues Getränk:“KISUU – das erste Erfrischungsgetränk aus Weinblättern“, der Claim lautet „Good spirit, no spirits.“  KISUU ist ein ostafrikanischer Begriff und bedeutet „guter Geist“. Das Getränk verspricht demzufolge einen wachen Geist, gute Laune und frohen Mut, auch ohne Alkohol.

 Aufgrund seiner Zusammensetzung aus einem Aufguss von Weinlaub, einem Hauch Traubensaft und ein wenig Kohlensäure sprechen die Erfinder, die sich als Winemaker sonst dem Rebensaft im klassischen Sinne widmen, von einem „Weinlaubsoda“: Der Aufguss von Weinlaub zu einer Art feinherbem, aromatischem Tee sei in tropischen Weinbaugebieten durchaus verbreitet.  Der Traubensaft solle Süße verleihen, die aber recht dezent sei und nichts mit einer wie auch immer gearteten Limonade zu tun habe. Die Kohlensäure solle einen kleinen Frischekick geben. Mit nur 16 Kalorien pro 100ml ist das Getränk auch durchaus etwas für Figurbewusste.

Meine Neugier war geweckt und ich wollte schnurstracks bestellen.

Doch leider wurde KISUU zwar auf der PROWEIN 2017 vorgestellt und offenbar auch sehr gut angenommen, ist aber noch nicht im Handel erhältlich. Auf meine Anfrage, ob ich das Getränk verkosten dürfe, bekam ich aber prompt eine positive Antwort und gestern drei Flaschen per DHL et voilà. Hier mein Resümée.

Eine schlichte 0,25l Flasche, angelehnt an die Form einer Weinflasche, verschlossen mit einem Kronkorken. Die Farbe des  Getränks entspricht in etwa der roter Traubensaftschorle. Weniger dunkel, dafür transparenter  als purer Traubensaft oder Rotwein. Das Etikett ist in der Grundfarbe champagnerfarben, darauf ein bordeauxrotes Weinblatt, umrahmt von Logo, Claim und dem Schriftzug „GRAPE LEAF SODA.“

Geschmacklich erinnert KISUU ein wenig an Kombucha von Carpe Diem, die Assoziation liegt sicherlich auch aufgrund der Farbe nahe. Tatsächlich ist das Getränk kaum süß, die sehr feinperlige Kohlensäure verleiht eine sanfte Schaumigkeit ohne Prickeln, Bitzeln oder Überschäumen beim Einschenken. Der Geschmack ist angenehm herb, hat etwas von einem Tee, der Traubensaft erscheint eher rafiniert und elegant. Auch nur leicht gekühlt wirkt KISUU erfrischend, zu kalt gehen die Aromen verloren.

Der Hersteller empfiehlt neben dem puren Genuss die Kombination mit Wodka oder Gin.

Ich habe mich für Gin entschieden und zwar den Premium Dry Gin von Windspiel. Hier nickt das Kokettier wohlwollend, wenngleich ich immer noch nicht verstehe, wieso das Label eine Greyhound Silhouette ziert. Der alte Fritz muss sich im Grabe herumdrehen, hätte man ihn neben einem Greyhound doch als eine deutlich kleinere Version von Friedrich dem Großen in Erinnerung behalten.

Die Kombi funktioniert einwandfrei und ich stelle fest, dass ein weniger süßer Partner dem Gin guttut. Wer es süßer mag, könnte es ja mit Sloe Gin, ebenfalls von Windspiel oder auch von Monkey 47 oder Plymouth Gin versuchen. Mit diesem Wagnis (Monkey) und der letzten Flasche KISUU (wie schade!!!) werde ich morgen voraussichtlich das Wochenende einläuten.

FAZIT:

Summa summarum haben sich Neugier und Nachfrage gelohnt und ich werde mich mit KISUU bevorraten, sobald es erhältlich ist. Wer sich im Detail informieren möchte, der findet Antworten in den FAQs oder auch hier – ich freue mich über Nachfragen in den Kommentaren, via Facebook oder per Mail an kontakt@das-kokettier.de .

… vielleicht liest man sich wieder …

4 Replies to “Lob für ein unterschätztes Laub – KISUU”

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