Ich glaube, ich schreibe heute einen Blogbeitrag … über Essenseinladungen

Ich glaube, ich schreibe heute einen Blogbeitrag … über Essenseinladungen

Der Satz, „ich glaube, ich schreibe heute einen Blogbeitrag“, kommt mir durchaus häufig in den Sinn. Wenn mich ein Thema interessiert, bewegt, berührt, wenn ich Wissen teilen oder Überlegungen anstellen möchte, juckt es mich förmlich in den Fingern. Gerade, wenn ich mich dann direkt daransetzen kann, wird daraus auch etwas, manchmal verfliegt der Gedanke aber auch, verliert an Reiz oder tritt einfach in den Hintergrund. Ich muss Spaß am Schreiben haben, sonst geht es mir schlecht von der Hand.

Anregungen aufgreifen

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass mir jemand ein Thema vorschlägt und ich habe mir überlegt, dass es eine spannende Herausforderung sein könnte, diese Anregungen aufzugreifen, vielleicht nicht als Beitrag, sondern als Kommentar. Here we go!

Hier eine kleine Auswahl:

  • Essenseinladungen
  • Möbel- und Wohninspirationen
  • Werte

Der Reihe nach.

Essenseinladungen – wie es ist zu kochen und bekocht zu werden.

Ich mag Essenseinladungen, mich bekochen zu lassen, vor allem aber auch, gemeinsam zu kochen, zu plaudern und zusammen zu essen. Das ist gesellig und kurzweilig und dabei kultiviert und interessant, weil das Gespräch dahinplätschert, man Anregungen und Ideen mitnimmt, Rezepte, Zutaten, Zubereitungstipps, Organisations-  und Präsentationsideen.

Gemeinsam kochen – gesellig, kreativ, lecker.

Traditionen

Als ich klein war, sechs, sieben Jahre, haben meine Eltern häufig große Einladungen gegeben, bei deren Vorbereitungen, inklusive Menü- und Tischkarten schreiben, ich dabei sein durfte. Dann wurden Einkaufslisten abgearbeitet, Kochbücher gewälzt, gekocht, gebacken und gelungene Kreationen und Abwandlungen in Rezeptkladden notiert. Die Gäste brachten opulente Sträuße und Gestecke, Bücher oder kulinarische Grüße mit, es wurde geredet und gelacht und ich ließ gerne einen Türspalt auf, um an dem bunten Treiben teilhaben zu können. Das Schönste war, wenn Reste übrigblieben und man am nächsten Tag in den Genuss kleiner Kostproben kam – des Essens, aber auch der Gespräche und der Personenbeschreibungen

Essen festlich zu begehen, den Tisch schön zu decken, Tischwäsche zu wählen, das gute Porzellan und Silberbesteck war immer ein Teil der familiären Esskultur, die stark mit dem über Generationen weitergegebenen tiefdunkelbraunen, zu einer langen Tafel ausziehbaren, Eichentisch im Esszimmer meiner Eltern verbunden ist.

Inspirationen

In meinen Studententagen in Berlin habe ich zwar gerne gekocht und gebacken, für Gäste, vor allem aber, um mich vom lästigen Lernen oder Schreiben von Haus- und Diplomarbeiten abzuhalten.

Später habe ich Hefte wie die Country – ein Magazin über das gute Leben auf dem Land, oder die Elle Décoration abonniert, in denen formvollendete Gastgeberinnen ihre opulent saisonal dekorierten Tafeln präsentierten. Auch das Thema Gastgeschenk wird dort  thematisiert. Am liebsten etwas Individuelles, das den Geschmack des Beschenkten trifft. Aber auch die Geste zählt.

Bücher, Blumen, Musik – allseits beliebte Gastgeschenke

Heute sind es Blogs wie Liebesbotschaft, die das Bild perfekten Gastgebertums prägen und einen Demut lehren.

Ich würde ja, aber… – gute Vorsätze

Ich selbst mag es durchaus, Gäste zu haben. Es fehlt mir aber an der Nonchalance dieser geborenen Gastgeber, die mit größter Leichtigkeit bewirten, weshalb ich oftmals den Restaurantbesuch vorziehe, was ich eigentlich furchtbar schade finde. Für dieses Jahr habe ich mir daher vorgenommen, mich hier in mehr Gelassenheit zu üben und dem Familiensilber und dem guten Porzellan meiner Großmutter häufiger eine Bühne zu geben. Das widerspricht sich? Keineswegs, denn durch das selbstverständliche Zelebrieren auch kleiner Anlässe und Gelegenheiten verzaubert man seinen Alltag, schafft Highlights und gewinnt automatisch an Routine und damit an Gelassenheit.

 

Essenseinladung mit kokettier – es ist angerichtet!

Übrigens … Überleitung

Sendungen wie das perfekte Dinner verdanken ihren Erfolg der Neugier auf die Gastgeberqualitäten, der Lust am Vergleich mit anderen, deren Kochkünsten, Küchen, vor allem aber auch Wohnungen. Und hier wäre sie, die perfekte Überleitung von der Essenseinladung zu den Wohn- und Möbelinspirationen. Mir scheint allerdings, dass aus dem geplanten Kommentar doch ein veritabler Blogbeitrag wurde, so dass ich an dieser Stelle sagen möchte:

…vielleicht liest man sich wieder …

PS: Wäre es ein unverzeihlicher Stilbruch, Tan Tan Men in verschnörkelten Suppentellern zu servieren und mit Silberlöffeln zu essen, schmeckt die  dann überhaupt noch?…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen