Gut kombiniert – der Weg zum perfekten Outfit

Gut kombiniert – der Weg zum perfekten Outfit

Was den Blog angeht, entpuppt sich das Frühjahr als eher unproduktiv, vielleicht liegt es auch daran, dass allerhand andere Themen anstehen, die Zeit binden und Energie kosten. Wie zum Beispiel ein Büroumzug, der einerseits positive Aufbruchstimmung verbreitet und motiviert, andererseits aber auch durchaus kräftezehrend wird, wenn nicht alles läuft wie geplant.

Hatte ich erwähnt, dass ich tendenziell dazu neige, eher weniger geduldig zu sein? Und dass ich Umzüge hasse? Im Sinne von „mir graut davor“. Dabei kann es unheimlich befreiend sein, sich notgedrungen, aus Platzgründen oder weil man zu faul zum Schleppen ist, von Überflüssigem zu trennen.

Das könnte man ja nochmal brauchen. Nein, das hat man seit 10 Jahren nicht gebraucht, die Wahrscheinlichkeit, es demnächst zu benötigen, geht gegen 0. In Worten: NULL. Doch irgendwie verliert sich das Erfolgserlebnis des Entrümpelns, wenn man gar nicht dazu kommt, die schwer reduzierten und daher leichten Kartons auszupacken. Doch morgen, morgen ist es soweit. Denke ich. Hoffe ich. Weiß ich morgen. Abend.

Zur Ablenkung, in erster Linie meiner, hier ein Auszug aus einem Messenger Dialog zu meinem Lieblingsthema „Styling“. 

Meine Freundin: Ich benötige Deine fachkundige Meinung.

Findest Du folgendes Kleid schrecklich, oder denkst Du, das kann man cool stylen? Ich finde die Farbkombination toll.

Top oder Flop? Alles eine Frage der Kombination!

Ich: Huhu! Das Kleid finde ich, gut kombiniert, supercool …

  • Lockerer Hüftgürtel.
  • Mit Broschen raffen.
  • Schwarzer Rollkragen und schwarze Strümpfe.
  • Nackte Beine und rosa Schal.
  • Rote Pumps, dicke rote Ohrringe.
  • Ärmel hochschoppen.
  • Schwarzer Blazer oder schwarze Lederjacke.
  • Schwarzer Schal.
  • Rosa Blazer, roter Schal, rote Pumps
  • Roter oder weißer Blazer mit entsprechenden Accessoires.
  • Würde das Muster immer irgendwie brechen oder ein Gegengewicht dagegensetzen.
  • Hellgrau geht übrigens auch

Aktuell warte ich auf die ersten Outfitfotos, das Kleid hat sie nämlich nach unserem Chat gekauft.

Dieser Dialog ist nicht untypisch. Ich liebe solche Miniberatungen und manchmal fallen mir noch Stunden später Kombis oder passende Ergänzungen ein. Ich visualisiere das Teil und die Kombinationsmöglichkeiten. Ähnlich gehe ich auch bei meinem Styling vor.

Ich habe im Folgenden mal ein paar Faustregeln zusammengestellt. (Siehe auch meine Stylingtipps )

  1. Jedes Kleidungsstück kann die Basis eines Outfits darstellen. Im Prinzip kann ich sagen „diese Strumpfhose möchte ich heute tragen.“ oder eben: „Heute soll es jenes Kleid sein“.
  2. Aus dem Basisteil, der Laune, dem Wetter und dem Anlass ergibt sich dann das komplette Outfit, Schritt für Schritt.
  3. Bei der Kombination sind die Proportionen von entscheidender Bedeutung. Was möchte ich betonen, was kaschieren und wo setze ich den Schwerpunkt. Ein langer Blazer bedarf eines eher hochgeschnittenen Unterteils. Ein kurzer Rock verträgt ein langes Oberteil. Ein langer Rock eher nicht. Ein schlichtes A-Linie-Kleid schätzt opulenten Ohrschmuck, ein prächtiger Kragen mag keine Konkurrenz.
  4. Schön ist es, bei Unitönen, einen farbigen oder gemusterten Akzent zu setzen. Mustermix funktioniert, wenn die Farbwelten zusammenpassen. Ich mag es besonders, ein gemustertes Teil, entweder eine Bluse oder einen Schal als Basis zu nehmen und die Farben im gesamten Outfit aufzugreifen.
    Ein echtes Lieblingsteil und ein wandelbarer Allrounder -der orangerote Blazer.

     

  5. Ein und dasselbe Kleidungsstück kann sommer- und wintertauglich sein, je nachdem wie man es kombiniert. Zwiebellook und dicke Strumpfhose vs. Sommerkleid und nackte Beine.
    Ein Kleid – zwei Jahreszeiten- zwei Stylings

     

  6. In jedem Kleidungsstück stecken mindestens zwei Persönlichkeiten. Casual und Business. Elegant und Lässig. Festlich und Edgy. Das schließt sich nicht aus, sondern ist immer eine Frage der jeweiligen Begleiter. Jeans mit Shirt, Bomberjacke, Ballerinas und Riesentasche. Jeans mit Blazer, Bluse, Pumps und eleganter Handtasche.
    Hellgraue Jeans sind Kombinationswunder. Und die Wende-Bomberjacke der beste Beweis, dass man niemals „nie“ sagen soll.

     

  7. Ich stelle in der Regel zunächst die Basis zusammen – Kleid mit Strumpfhose, eventuell Gürtel, eventuell Jacke oder Blazer, passende Schuhe und Tasche und ergänze dann die Accessoires – Uhr, Ohrringe, Armband, eventuell Kette, eventuell Brosche, Sonnenbrille, eventuell Schal oder Tuch, eventuell Hut oder Mütze. 
  8. Für mich ist der Rahmen wichtig. Ich bin eine Vertreterin der alten Schule: Tasche, Gürtel, Schuhe und am besten Sonnenbrille in einer Farbe. In Einzelfällen kann man hier bewusst Akzente setzen, aber ein harmonischer Rahmen ist ansich immer eine gute Basis.
  9. Bei Schmuck und Accessoires entscheide ich mich zwischen Gold und Silber, Bicolor ist in Ausnahmefällen ein Hintertürchen für einen Mix.
  10. Am Schluß gibt es den Test: Kann ich etwas weglassen, ohne dass sich der Look weniger stimmig anfühlt? Wenn ja, weglassen, aber auch nicht auf Teufel komm raus reduzieren. Pureness ist nicht jedermanns Sache, ich persönlich verfalle schnell in einen Rausch, wenn ach so viele Accessoires, farblich ach so gut passen. Hier muss ich mich öfter einmal disziplinieren. 
  11. Ein guter Check ist ein Foto des Outfits. Meine täglichen Collagen, #outfitoftheday, sind für mich ein ausgezeichnetes Tool, meinen Look zu kontrollieren und so mancher Schal ist nach dem Post in der Handtasche verschwunden.
  12. Wenn es mal schnell gehen muss, ist ein Signature-Look oder ein Lieblingsoutfit bzw. ein Lieblingslook sehr hilfreich. Für mich sind das Strickkleider, die man je nach Laune mit Accessoires aufpeppen und variieren kann.  
    Ich liebe Strickkleider. Sie sind nicht nur tolle Reisebegleiter, sondern auch echte Wohlfühlteile.

     

  13. Schon ein einzelnes besonders wertiges, ikonisches oder außergewöhnliches Accessoires wertet einen kompletten Look auf. Es muss nicht immer alles teuer sein. Über Tipps und Tricks für classy Outfits, auch für den kleinen Geldbeutel, schreibe ich im nächsten Beitrag. Vielleicht im neuen Büro… ich berichte.

… vielleicht liest man sich wieder …

Ach ja – zuallerletzt wähle ich die passenden Accessoires fürs Kokettier aus. Leine, Halsband und an kalten Tagen Pulli, Mantel und/oder Schal. Das ist für mich das i-Tüpfelchen und dem dekadenten kleinen Monster völlig schnurz.

Partnerlook

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Replies to “Gut kombiniert – der Weg zum perfekten Outfit”

  1. Den Kauf des Kleides habe ich nicht bereut 🙂 Ich kann Carolin wirklich jederzeit für Stylingfragen, Tipps und Ideen empfehlen! Dafür muss man auch überhaupt nicht genau denselben Geschmack oder dieselbe Figur haben. So teilen wir zum Beispiel beide die Leidenschaft für Vintage, wo Carolin jedoch in meinen Augen die klassische Eleganz par Excellence verkörpert, schlage ich hier und da auch mal einen rockigeren Weg ein. Aber genau diese Mischung macht es eben auch spannend und lässt neue Impulse entstehen.

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