Genug ist nicht genug, zu viel ist zu viel und zu wenig ist auch nicht besser

Genug ist nicht genug, zu viel ist zu viel und zu wenig ist auch nicht besser

Wie kommt es eigentlich, dass sowohl zu viel, als auch zu wenig von etwas immer so eine verdammt schlechte Lösung ist?

Und dass genug zwar optimal erscheint, dann aber doch nicht genügt?

Und dass der Übergang mal fließend, mal abrupt, das Ergebnis aber immer das Gleiche ist – Unzufriedenheit?

Und wie kommt es, dass, was gerade noch genug war, zu wenig erscheint, bis es zu viel wird?

Das was schon lange genug war, von jetzt auf gleich viel zu viel wird?

Das zu viel von zu wenig viel zu wenig ist?

Und dass es wenig Möglichkeiten gibt, sich wenig aus zu viel zu machen?

Wer zwischen den Zeilen gelesen hat, wird merken, dass es hier nicht um Backzutaten geht, wenngleich auch hier alles wohlbemessen sein muss. In gewisser Weise geht es aber auch ums Backen, denn, wer sucht nicht den idealen Arbeitgeber, den perfekten Partner, den ultimativen Freundeskreis?

Genau die richtige Dosis von allem, denn „dosis facit venenum“ – die Dosis macht das Gift. Dieser Paracelsus-Ausspruch könnte, öfter und rechtzeitig berücksichtigt, so manche zwischenmenschliche Beziehung retten.

Die Crux ist dabei ja nicht allein die Menge ansich, hinzu kommt ja noch das persönliche Empfinden. Was dem einen zu viel ist, ist dem anderen zu wenig. Was dem einen noch nicht genug ist, ist dem nächsten zuviel. Wer soll sich da auskennen, wer kann von sich sagen stets sicher und angemessen zu dosieren.

Und was tun, wenn es zu viel war und das Gegenüber hat zu wenig Verständnis. 

In anderen Fällen war es zu wenig und es wurde zu viel versprochen.

Oder auch schlimm, wer meint, genug zu tun, trifft auf zu viel Erwartungen.

Gar nicht berücksichtigt ist hierbei die Frage – zu viel oder zu wenig wovon? Nicht umsonst gibt es die Begrifflichkeit „zu viel des Guten“. Was, wenn es zuviel des Schlechten ist? Gibt es auch zu wenig des Schlechten?

Kommunikation ist eine Herausforderung – zwei Individuen mit einem eigenen Gefühl für die richtige Dosis, die in jeweils unterschiedlichen Gemütsverfassungen aufeinandertreffen und versuchen müssen, Gefühl und Stimmung des anderen Rechnung zu tragen und das unter Berücksichtigung der eigenen Voraussetzungen.

Wenn man es so betrachtet, ist es doch eigentlich ein Wunder, dass es überhaupt Beispiele gelungener Kommunikation gibt und dass Menschen sich immer wieder auf dieses Glatteis begeben. Manchmal sogar freiwillig.

Und während ich eingangs dachte, dass dies ein wahrlich unweihnachtlicher Beitrag wird, ist er, denke ich das beste Rüstzeug, was man für Heiligabend an die Hand bekommen kann.

Viel Glück und toi toi toi…

..vielleicht liest man sich wieder …

Ach ja, dem Kokettier ist das alles übrigens herzlich egal. Es kommuniziert eindeutig und dosiert gekonnt und alles andere wird wegkokettiert.

Laaangweilige Menschenprobleme
Muss ich schon putzig sein?

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