Erfolg- Kunden kaufen nur von Siegern

Erfolg- Kunden kaufen nur von Siegern

Kunden kaufen nur von Siegern ist ein Satz, der im Vertrieb viel und gern verwendet wird. Wieso?

Weil es stimmt! Ein erfolgreicher Verkäufer muss ein guter Verkäufer sein, ist somit eine gute Wahl und zack, hat er den nächsten Kunden gewonnen.

Aber auch jenseits des Vertriebs gilt: Erfolg macht sexy. 

Doch was ist Erfolg? In dem absolut empfehlenswerten – wenngleich auch stellenweise ernüchternden – Buch, „Habitus – Sind Sie bereit für den Sprung nach ganz oben?“ von Doris Märtin, wird erläutert, dass Erfolg, genauso wie Reichtum, eine Frage der Perspektive ist. „Wo immer man die Grenze zieht, egal, ob eng oder weit, sie bleibt willkürlich. (…) Was sich für den Einzelnen als ganz oben oder sehr weit oben anfühlt, ist durchaus subjektiv.“ 

Hinzu kommt, dass der Bereich, in dem jemand erfolgreich ist, von unterschiedlichen Personen unterschiedlich bewertet wird, was mit dem eigenen Platz in der Gesellschaft, aber darüber hinaus mit Werten und Erwartungen zu tun hat. Ein Popstar, ein Staatspräsident und ein Vorstandsvorsitzender erleben vermutlich eine unterschiedliche Einschätzung, auch wenn sie zweifellos alle Erfolg repräsentieren.

Und das Gegenteil?

Dass Scheitern, Misserfolg und Fehler definitiv unattraktiv sind, kann man in den Medien dann deutlich wahrnehmen, wenn sich das Umfeld und die Öffentlichkeit von jemandem abwenden, der nicht länger die Erfolgswelle surft, sondern über den eine Flutwelle der Kritik hereinbricht.

Wie sich Erfolg darstellt ist ebenfalls Definitionssache.

Reichtum, Ansehen, Einfluss, Macht, (mediale) Präsenz, aber auch Auftreten und Selbstbewusstsein werden als typische Insignien der Erfolgreichen wahrgenommen.

Dass es nicht allein um Geld und Macht geht, wenn Erfolg und Attraktivität korrelieren, stellt man in Beziehungen fest. Spielchen  wie Ignorieren, Rarmachen, Zappeln lassen oder was es da noch so alles gibt, sollen den eigenen Wert steigern und im Idealfall ein Ungleichgewicht hervorrufen, bei dem der eine dem anderen unterlegen ist.  Wieso? Weil der Zappelnde unterstellt, das Gegenüber könne sich dieses Verhalten erlauben, müsse also überlegen und damit attraktiv sein. Dass Beziehungen, bei denen die Augenhöhe dem steten Wechsel oder noch verheerender einer langfristigen Rollenverteilung von Oberwasser und – ja, was ist eigentlich das Gegenteil von Oberwasser? Unterwasser? – weicht, zum Scheitern verurteilt sind, ist nichts Neues.

Wer sich, überflüssigerweise, ganz ohne Not, in eine derart unterlegene Position hineinmanövriert, sei es aus Selbstzweifeln, aus Unsicherheit oder aus einer ungünstigen Laune heraus, wird ganz schnell feststellen, dass diese Haltung schnell zum Selbstläufer wird. Es entsteht ein zunächst schleichender, dann rasanter Attraktivitätsverlust, der Begriffen wie bemüht, angestrengt und verzweifelt geradezu implizit ist. Was das mit Erfolg zu tun hat? Nichts, denn das sind keine seiner Erscheinungsformen. Erfolg ist immer eine Frage von Haltung, nur, wer Haltung bewahrt, kann erfolgreich werden. Da wären wir nämlich wieder beim Habitus. Auch, wenn wir ihn meistens positiv konnotiert verwenden, gibt es ihn durchaus auch in einer dem Erfolg wenig zuträglichen Form.

Wenn man ehrlich ist, gilt das Erfolgskonzept überall.

Wo Erfolg wahrnehmbar ist, da möchte man mitmachen: Im Siegerteam beim Völkerball mitspielen, an der Eliteuni studieren, beim wachsenden Unternehmen arbeiten, den gefeierten Designer tragen und beim vom Feinschmecker ausgezeichneten Käseladen einkaufen.

Erfolg ist eine Auszeichnung, die beweist, dass jemand oder etwas etwas geleistet hat, etwas kann oder bietet und dadurch reduziert er Komplexität, indem man weiß, dass man nicht komplett daneben liegt, wenn man ebenfalls darauf baut.

Wer erfolgreich wirkt (Habitus!), wird tendenziell erfolgreich werden.

Übrigens auch der Grund, warum sich  Trends nach gewissen Veröffentlichungen rasend schnell verbreiten oder beispielsweise ab einer gewissen Followerzahl das Wachstum Fahrt aufnimmt – so viele Follower können nicht irren…

Wer sich dorthin traut, wo der Erfolg noch nicht spürbar ist, kann aufs falsche Pferd gesetzt haben oder Teil einer Erfolgsstory werden, das weiß man vorher leider nie.

Das Kokettier hat bisher erfolgreich weggehört, aber falsches Pferd…wie bitte?!

Wie bitte? Falsch? Pferd? … wieso überhaupt Pferd???

…vielleicht liest man sich wieder ….

 

 

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