Bunt mit Outlines – der Fürther Künstler Stephan Ewich

Bunt mit Outlines – der Fürther Künstler Stephan Ewich

Während ich zuletzt von Kunst berichtete, die man gezwungenermaßen eher aus der Ferne oder als Kunstdruck liebt, möchte ich heute Kunst zum Anfassen vorstellen. 

Das Werk von einem Künstler, den ich persönlich kennenlernen durfte und den ich jedem ans Herz legen möchte, der Freude an Kunst hat, Wert auf Individualität legt und schwarzen Humor sowie leise Ironie zu schätzen weiß.

Ein Bild voller Details, bei jedem erneuten Betrachten fällt etwas Neues, bisher nie Wahrgenommenes ins Auge.

Ein Fisch, ein Schaukelpferd, eine winzige Ente. ein buter Pinguin unter lauter einfarbigen. Ein schwarzes Schaf unter weißen.

Hermann, Stephan Ewich
Tohuwabohu mit Schaukelpferd

Ein echtes Tohuwabohu.

So nennt Stephan Ewich das, was andere früher „Wimmelbild“ nannten. Doch nicht nur bei der Namensgebung, auch bei der Umsetzung hat der Zirndorfer Künstler, der 1971 in Mannheim geboren wurde, seinen eigenen Kopf. Ein Perfektionist ist er, ausgestattet mit schwarzem Humor , einem untrüglichen Sinn für Komposition und einem Händchen, wenn es um Farben geht.

Außerdem zeichnen ihn seine schier endlose Neugierde und seine Fähigkeit Situationen zu visualisieren aus. Kein Themengebiet, das ihn nicht reizen würde, kein komischer Moment, den es nicht lohnt, auf Leinwand zu bannen.

Sein Handwerkszeug sind Keilrahmen und Acrylfarbe. Auf die sorgfältige Komposition folgt eine Umsetzung, die so akkurat ist, dass man teilweise meint, man habe es mit einer Computergrafik zu tun. Weißraum ist dabei seine Sache nicht, viel lieber sind ihm Bilder, die aus allen Leinwandecken zu platzen scheinen, in denen soviel Lebensfreude steckt, dass sie sich kaum vom Format bändigen lassen.

Stephan Ewichs Bilder machen einfach gute Laune.

Das haben auch einige Ärzte erkannt, die mit der Präsentation seiner Werke Humor und Kunstsinn gleichermaßen beweisen, denn nicht umsonst sind seine Bilder Verkaufsschlager in der Nürnberger Galerie „Isartis“ und so mancher Ausstellungsbesucher wurde bereits zum Fan und Sammler.

Von seinem ungleichen Freundespaar Edi und Socke, einem Jungen und seinem Hasen, gibt es ganze Serien.  Erwachsene Männer fühlen sich in ihre Jugendzeit versetzt, wenn Edi mit seinem plüschigen Freund Socke Bötchen fahren geht oder sein Pausebrot auf der Parkbank teilt.

Edi und Socke, Stephan Ewich

Ein besonderes Schmankerl sind auch seine „Alltagsszenen“. Hier fängt er alltägliche Situationen ein mit einem scharfen Blick für komische Details und menschliche Schwächen, mit spitzem Pinsel und einem liebevollen Augenzwinkern.

Von entzückend bis verrückt, von lieblich bis makaber ist alles dabei.

Und man bekommt nie genug, weil man in jedem Bild diesen besonderen Humor, die Liebe zum Detail und die Leidenschaft spürt. Man merkt, dass der bescheidene und eher unscheinbare Mann, dem man aber stets den Schalk aus den Augen blitzen sieht, liebt, was er tut. Er ist ein Besessener, hat seinen Beruf als Sanitärinstallateur aufgegeben und widmet sich nun nur noch der Kunst, mit der er inzwischen seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Dennoch sind seine Bilder noch erschwinglich. Sie sind Kunst, die man sich leisten kann. Schließlich möchte er, dass sie Freude machen, geschätzt werden.

Ein Bild im Format 30x40cm beginnt je nach Motiv bei circa 80 Euro. Großformatige Auftragsarbeiten wie seine Städtepanoramen, eine kunstvolle Zusammenstellung relevanter Sehenswürdigkeiten sowie liebevoller Details der jeweiligen Stadt darf man bei einer Größe von 70x70cm ab 300 Euro sein eigen nennen. Diese Städtemotive waren unter anderem schon Vorlage für eine Sonder-Briefmarke, einen Kalender sowie diverse Postkarten von Nürnberg und Fürth.

Nürnberg, Stephan Ewich

Im Auftrag von Firmen erstellt er außerdem Illustrationen, Porträts oder wie zuletzt, für LUXHAUS, ein Malbuch.

Zuletzt konnte er seine Malwut bei einem für ihn eher ungewöhnlichen Projekt austoben- einer limitierten Edition von 20 numerierten und signierten Weihnachtsengeln – 20 mal das gleiche Motiv in immer neuen Farbkombinationen. Dabei macht er sich so gar nichts aus den Gesetzen des Kunstmarketings. Er möchte doch bloß malen.

… bloß spielen möchte das Kokettier, am liebsten eine nicht unwesentliche Rolle in seinem Werk. Als Muse. Als bunter Hund. Ikonisch-ironisch. So kennen wir es …

… vielleicht liest man sich wieder …

 

 

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