BARF … wie so Vieles im Leben, Geschmackssache

BARF … wie so Vieles im Leben, Geschmackssache

 Vergangenen Dienstag durften wir uns über ein Paket von Prilupus-Barf freuen.

Wir berichteten bereits vom Barfen ansich, unseren nicht vorhandenen Erfahrungen damit, dem Auspacken des Pakets und von den Leckerlis. Getrocknetes Rehfleisch und Malzknöpfe, die beim Kokettier ganz vorzüglich ankamen und nach wie vor immer wieder ein Highlight sind.

Seit Sonntagabend bekommt das Kokettier nun auch das Fleisch. Begonnen haben wir mit „Lupus lenitas“, dem Rindermix, der als „Alleinfuttermittel für Hunde“ ausgewiesen ist.

Das ist laut Aufdruck in der 250g Packung enthalten

Zusammensetzung: Rindfleisch mager 50%, Kartoffel, rote Beete, Salat, Löwenzahn, Brennnessel, Hirse, Hüttenkäse, Olivenöl

Analytische Bestandteile: 75,3% Feuchtigkeit/0,4% Rohfaser/12,3% Rohprotein/0,9% Rohasche/ 3,2% Rohfett

Fütterungsempfehlung: Erwachsene Hunde ca. 3-5% des Körpergewichts.

Prilupus Barf
Rindermix -Lupus lenitas

Optik

Der Inhalt sieht so appetitlich aus, das man kurz versucht ist, was Leckeres für sich zu kochen – könnte man vermutlich auch, wenn man sich die Inhaltsstoffe so anschaut.

Menge/Portionierung

Bei einem Körpergewicht von 4,3kg entspricht die Empfehlung des Herstellers 129-215g. Also eine gute halbe bis eine knappe ganze Packung.

Da das Kokettier sich ja ersteinmal umstellen muss, tendiere ich zu der kleineren Portion, was bedeutet, dass eine 250g Packung für 4 Portionen, also 2 Tage, ausreicht.

Es macht also Sinn, das Paket einige Stunden vor dem Öffnen in den Kühlschrank zu verfrachten und langsam auftauen zu lassen.

Herausforderung Reisetauglichkeit

Sie ist, insbesondere im Sommer, eingeschränkt gegeben, da das Fleisch ohne ständige Tiefkühlung unweigerlich auftaut und unter Umständen, je nach Temperatur, schlecht werden kann. Durch das Portionieren muss man unter Umständen eine angebrochene Packung transportieren, was in sicher verschließbaren Gefäßen natürlich möglich, aber aufgrund der austretenden Flüssigkeit nicht besonders ansprechend ist.

Prilupus-Barf, Lupus lenitas

„Zubereitung“

Nach dem Auftauen wärmte ich den Napf mit heißem Wasser vor und mengte ein wenig heißes Wasser unter das Fleisch, um die Masse auf Zimmertemperatur zu bringen. Dann war das Kokettier dran.

Geschmack

Eine kleine Irritation später, mampfte das Kokettier fröhlich seine erste Portion Prilupus-Barf.Bis auf ein paar sorgfältig aussortierte Krümel Grünzeug blieb nichts übrig, weshalb ich die Akzeptanz als sehr hoch einschätzen würde.

Das Kokettier mampft – scheint zu schmecken.

Geschmack

Dass Prilupus-Barf zu schmecken scheint, bestätigte sich auch bei den darauffolgenden Fütterungen. Allerdings erfolgten die mit kleineren Portionen – mein Verständnis von Schonkost.

Stolpersteine bei der Umstellung  von Dose auf BARF

Die erste Nacht nach dem Taste-Test war leider kein Spaß, ganz und gar nicht, viermal meldete das Kokettier sich, viermal folgte ich dem Ruf schlaftrunken …

Und dann der Morgen mit der zweiten Mahlzeit, die wieder fröhlich verputzt wurde, um wenige Stunden später mein Montagmorgen-Meeting höchst unangenehm mit Putzen ausklingen zu lassen … es lebe der putzige Bürohund.

Um das Ausmaß etwas einzudämmen griff ich zu einer in diesem Fall bewährten Kohletablette, die das ziemlich angeschlagene und deutlich erschöpfte Kokettier fast dankbar runterwürgte.

Den Rest des Tages verbrachte das arme Ding leidend auf der Heizmatte, die einen guten Job machte, denn als wir abends heimkamen, forderte es sein Futter ein. Eine weitere Portion Lupus lenitas, die freudig verschlungen wurde.

Seitdem gibt es keine Auffälligkeiten.

Am Rande sei erwähnt, dass ich in meiner Eigenschaft als wenig geduldiger und leicht aus der Fassung zu bringender Hundehalter, natürlich direkt bei Prilupus-Barf angefragt hatte, was es mit dem Dúrchfall auf sich haben könnte, ob das normal sei bei einer Umstellung oder ein Anlass zur Sorge.

Etwas verspätet, dafür aber recht ausführlich bekam ich sinngemäß die Antwort, es sei eher ungewöhnlich, aber durchaus möglich, sollte es aber anhalten, stimme etwas nicht, ich solle sie auf dem Laufenden halten.

„Vielleicht muss man da etwas cool bleiben…“ stand irgendwo noch in der Mail … – da musste ich ein bisschen schmunzeln, denn, um cool bleiben zu können, müsste man erst mal cool sein  … das bin ich aber eher so mittel (siehe oben)… können die aber nicht wissen.

Ab morgen gibt es Gallus, also Huhn, das passt gerade irgendwie, finde ich. Ich werde berichten.

…vielleicht liest man sich wieder …

 

 

 

 

2 Replies to “BARF … wie so Vieles im Leben, Geschmackssache”

  1. Auch ich – bzw. mein achtbeiniger Anhang – barft auch, zumindest im größten Teil.
    Bestimmt ist das Gefrorene, das Abgepackte für Reisen etc. sehr praktisch. Auch die Komplettierung mit dem notwendigen „Beiwerk“ im Futter ist angenehm und bequem.

    Aber einfach die Inhaltsangabe „Rindfleisch“, „Hähnchenhälse“ etc. ist mir zu wenig.
    Welche Teile des Tieres ? Welche Qualitätsstufe ? Aus welcher Haltung ? etc

    „ Mager „ ist mir zu wenig informativ.
    Die Hälse von geflügelten Hormonbombern ?

    Da gehe ich lieber zu einem Metzger, suche mir das Fleisch aus und habe die Kontrolle. Das „Beiwerk“ muss ich dann natürlich zusätzlich hinzufügen.

    Etwas mehr Arbeit, aber dafür habe ich mehr Kontrolle. Das mache ich nicht nur für die acht Beine, sondern für alle zehn so. Die Ansprüche sind mir da gleichwertig !

    1. Danke für diese Erfahrungswerte, das ist sehr hilfreich, denn ich sammle gerade Anregungen, die ich alle in die Ernährungsberatung einfließen lassen werde und bin gespannt, welche Empfehlung das Kokettier und ich mit auf den Weg bekommen werden.

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